0 image description NEWS,VERANSTALTUNGEN, 14, November 2014

Höchst spannender Event bei Google in Zürich

Der Fachverband publishingNETWORK war am Donnerstag, 13. November 2014 zu Besuch bei Google in seinem Abenteuerpark und seiner Intelligenzzentrale in Zürich. In einigen Umfragen ist Google einer der attraktivsten Arbeitgeber in der Schweiz. Eine Befragung an hundert europäischen Hochschulen führte überall zum gleichen Resultat: Google führt die Liste der beliebtesten Arbeitgeber an. Gemäss den Umfragen wollen Studenten am liebsten bei Unternehmen arbeiten, «die sie mit Innovation und interessanten Produkten assoziieren».

Zürich ist der grösste Google-Entwicklungsstandort ausserhalb der USA und feiert dieses Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Die 1‘300 Angestellten am Forschungsstandort Zürich haben ein Durchschnittsalter von knapp dreissig Jahren, mehrheitlich männlich und stammen aus 75 Nationen. Warum Zürich und nicht etwa London oder Berlin, stellt man sich die Frage? Weil in dieser Stadt eine hohe Lebensqualität vorhanden ist und sie zentral in Europa liegt, die Schweiz eine gute Infrastruktur bietet und vor allem die Nähe zur ETH Zürich und EPFL Lausanne spielen eine entscheidende Rolle.

Nebst der Suchmaschine gehören das Betriebssystem Android für Smartphone und Tablet, die grösste Videoplattform YouTube, der Browser Chrome und der E-Mail-Dienst Gmail zum Konzern. Auch wenn man selber keine Google-Tools benützt, am anderen Ende irgendeiner Leitung trifft man doch zwangsläufig auf eines ihrer Produkte! Mehr als eine Milliarde Nutzer besuchen YouTube jeden Monat, 33’000 Anfragen pro Sekunden hat die Suchmaschine – sie lebt indirekt von den Informationen seiner User.

Evelyn Leu, Associate Industry Manager, zeigte in ihrem Referat auf, welche Themen für Google in Zukunft wichtig sind und wie der Konzern mit dem Mobile-Trend umgeht. Der uneingeschränkte Zugang und Austausch von Informationen ist für viele Leute ebenso selbstverständlich geworden wie das allmorgendliche Frühstück. Dieser anhaltende Trend spiegelt sich auch im Medienkonsumverhalten wieder. Dazu hat Google einige Nutzer-Zahlen, die relevant sind für die ihre zukünftigen Konzepte. Bleibende Botschaft ist, wen wundert’s, dass Information, Kommunikation und Unterhaltung massgeblich über ein mobiles Gerät geschehen – schon heute und erst recht morgen. Das Mobile-Gerät wird zur persönlichen Betriebszentrale, über die letztlich weite Teile des Lebens organisiert und gesteuert werden.

Die Suchmaschine und ihre brillant organisierte Refinanzierung über stets passende Werbung war der erste Schritt auf dem Weg zu globaler Dominanz von Google. In diesem Bereich konnte Evelyn Leu aus dem Vollen schöpfen, Sie ist auch als Trainerin für Google-Adwords Schulungen im Einsatz. Der wichtigste Bestandteil von Google AdWords sind Schlüsselwörter (Keywords): Mit ihrer Hilfe kann ein Werbetreibender vorab festlegen, dass eine Anzeige nur in den Ergebnissen für eine Suche nach den genannten Begriffen oder thematisch passenden Seiten dargestellt werden soll. Dies ermöglicht eine gezielte Ausrichtung an den Interessen der Besucher und soll die Streuverluste auf ein Minimum reduzieren. Ausserdem lassen sich auch negative Schlüsselworte definieren, mit denen eine Anzeige nicht in Verbindung gebracht werden soll.

Mit dem Handy-Betriebssystem Android wurde der nächste Schritt auf dem Weg zur digitalen Herrschaft eingeleitet. Seit Oktober 2009 bietet Google auch Navigationssysteme an und das Projekt „Google Glass“ ist in den Medien seit Jahren ein gross gehyptes Technologieprodukt. Google‘s Datenbrille Glass soll sich gemäss ihrem Marketing geschmeidig in den Alltag integrieren.

Künftig können Google-Nutzer auch eine visuelle Suchfunktion nutzen: Google verknüpft die Weltwissensmaschine „Internet“ mit realen Orten, Objekten und, irgendwann, womöglich auch Personen. „Connected Cars“ sind ein weiteres, wichtiges Puzzle-Teil von Google. In den letzten Monaten präsentierte Google «Android Auto». Ähnlich wie das Smartphone sollen auch Auto-Displays bedient werden. Bei der Navigation werden Google-Karten mit dem Kalender und dem Adressbuch der Android-Nutzer verbunden. Zu den Auto-Partnern gehören Audi, Volkswagen, Opel, Renault, Fiat und Volvo. Dazu zeigte Evelyn Leu ein paar interessante Videos aus der Entwicklung in Mountain View, Kalifornien. Der Anfang für diese Entwicklung kam von einem Google-Mitarbeiter, der bei einem Autounfall seine engsten Familienmitglieder verloren hat. Viele innovative Projekte bei Google haben einen persönlichen Hintergrund und sind somit von der Sozialen Kultur innerhalb der Firma getragen.

Auf der anschliessenden Führung konnten die Teilnehmer des publishingNETWORK-Events einen Einblick in die Google-Büros nehmen. Da gibt es stylische Telefonkabinen, Flipperkästen und Billiardtische, ein Hängemattenzimmer, eine Rutschbahn, Palmen-Oasen, aber auch Wii-Konsolen und einen Massageraum. Das Unternehmen offeriert diese Dienstleistungen im Wissen, dass es oft Arbeitstage gibt, die länger als acht Stunden dauern. Im Tages Anzeiger Online schrieb erst kürzlich Tamara Wernli: Google-World — eine Inszenierung aus Funpark, Playmobil, Schlaraffenland und ein bisschen Wirklichkeit. Die Journalistin hat das sehr gut auf den Punkt gebracht.

Beim anschliessenden Apéro konnte das Netzwerk um eine interessante Erfahrung erweitert werden. Das Catering-Team von Google ist auch in diesem Bereich innovativ, was vor allem die feinen Häppchen unter Beweis stellten.

Ein paar Links zu den Zahlen von Google:
– www.consumerbarometer.com
www.thinkwithgoogle.com
http://think.withgoogle.com/mobileplanet/de/

Ein gelungener Anlass des Fachverband publishingNETWORK, der einmal mehr zeigt, wie wichtig eine neutrale Plattform für den Austausch ist.

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Evelyn Leu präsentiert in der Google-Zentrale Zürich die aktuelle und zukünftige Trends

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Nach konzentriertem Zuhören…

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… geselliges Networking, Austausch, Stärkung.

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