0 image description NEWS,TECHNIK,WEITERBILDUNG, 29, Juni 2015

Print versus Digital – sinnvolle Ergänzungen sind gefragt

Die grafischen Betriebe haben in der Medienproduktion eine Zukunft: als Anbieter von Kommunikationslösungen. Die Kunden suchen Lieferanten, die sie ins multimediale Zeitalter begleiten; von ihnen erwarten sie Vorschläge, wie sie mit den gebräuchlichen Mitteln (wie Print, Web und Mobile) an ihre Nutzer gelangen. Solche Kommunikationslösungen können und sollen die Print-Unternehmer nicht allein mit der heutigen Infrastruktur erbringen, sondern in Zusammenarbeit mit geeigneten Partnern. Um an solche zu gelangen, lohnt sich das Netzwerken und zwar in allen wichtigen Bereichen wie Technik, Verkauf und Organisation. Die Technik in der Medienproduktion entwickelt sich in digitaler Richtung, wer mithalten will, braucht die entsprechende Infrastruktur sowie ein besonderes Know-how. Auch im Verkauf ist der (digitale) Wandel spürbar, der Kunde sucht kaum noch eine spezifische Leistung, er will komplette Lösungen, die auf seine Bedürfnisse abgestimmt sind und sich in Zahlen messen sowie nachvollziehen lassen. Schliesslich stellt die Organisation neue Forderungen: Agiles Publishing ist das Gebot im digitalen Zeitalter, denn es gilt unterschiedliche Denk- und Arbeitsweisen in geschickter Weise miteinander zu verbinden.

Die zentrale Frage im Verkauf von Werbung lautet: Wie erreiche ich meine Zielgruppe, um an multimediale Aufträge zu kommen? Ausgangspunkt dabei ist sich stark veränderte Mediennutzung: Sie ist wesentlich vielfä ltiger geworden und verlagert sich tendenziell auf digitale Medien. Davon können auch die klassischen Printmedien profitieren, wie Studien aus England belegen. Hier verzeichnen die regionalen Tageszeitungen hohe Zuwachsraten auf ihren Webportalen. Print medien werden sowieso immer häufiger auf mobilen Plattformen (vorab dem Smartphone) konsumiert.

Im Editorial des «Tages-Anzeiger» vom Samstag, 27. Juni 2015 schreibt Res Strehle, vor gut einem Jahr haben Sie den Digitalauftritt renoviert, jetzt erscheint auch die Zeitung in leicht überarbeiteter Form. Hinter beiden Neuauftritten steht die Überzeugung, dass so ­Online und Print zusammen ein rundes ­Angebot aus einer Redaktion ergeben.

Für die Zeitung bedeutet dies, dass sie kompakter wird, noch mehr auf die wichtigen Themen fokussiert und auf die Stärken und die Lust des Lesens vertraut. Wer vor zehn Jahren prognostiziert hatte, die Zeitung werde angesichts der Digitalisierung bald verschwinden, wird das heute kaum mehr behaupten: Die Zeitung hält sich auch neben dem immer schnelleren und attraktiveren Onlineangebot gut, weil Beschleunigung die Entschleunigung zur Gegenseite hat, Hektik die Musse, Bewegtbild das ruhende Bild. Dazu gehört auch das Schriftbild, das auf die einzigartige Fähigkeit zum eigenen Bild im Kopf des Lesers vertraut.

Weil die Lesezeit am Wochenende als Teil der Entspannung und Auseinandersetzung mit dem Weltgeschehen immer wichtiger wird, baut der «Tages-Anzeiger» die Samstagsausgabe zu einem neuen Lesevergnügen aus. Ein logischer Schritt den auch andere Mediendienstleister in ihre Überlegungen von digitaler und gedruckter Kommunikation einbeziehen sollten. Den eine Integration ist immer noch möglich, noch nie waren die Möglichkeiten und das Interesse der Kunden an Kommunikationslösungen so gross.

Wer heute Werbung treibt, der weiss, dass er seine Botschaft über mehrere Kanäle verbreiten muss, damit sie überhaupt richtig wahrgenommen wird. Dafür  gibt es eine Reihe von Spezialisten, die sich bestens in einem der zahlreichen neuen Medien auskennen. Doch wer sorgt sich um das richtige Briefing  dieser Fachleute, wer koordiniert und kontrolliert deren Arbeiten, wer verantwortet eine nachhaltige Arbeitsweise? Hier setzt der zertifizierte Weiterbildungskurs von SAWI und comem+ an: Sie bieten gemeinsam einen 22-tägigen Kurs für Crossmedia Manager an; die fachliche Unterstützung sowie die praktische Verankerung wird durch den Fachverband publishing NETWORK gewährleistet. Crossmedia Manager sind die Umsetzer von Kommunikationsideen, die auf verschiedenen Kanälen verbreitet werden, sie werden in der Unternehmenskommunikation, in Agenturen oder bei Kommunikations-Dienstleistern eingesetzt. Der neue Lehrgang startet im September 2015 und dauert bis Februar 2016.

Am Informationsabend vom Dienstag, 14. Juli 2015 um 18.30 beim SAWI in Zürich/Dübendorf wird Crossmedia Manager Jörg Klemm darlegen, weshalb er diese zertifizierte Weiterbildung gewählt hat und was er mit dem Gelernten anfangen kann. Wer diesen Pioniergeist ebenfalls verspüren möchte und dazu Details zur 22-tägigen Ausbildung erfahren will, der meldet sich zu diesem rund zweistündigen Anlass mit Apéro an – Infoseite mit Anmeldeformular…>>

René Theiler, Projektleiter Technik

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