0 image description NEWS,TECHNIK,VERANSTALTUNGEN, 22, Februar 2016

Publishing-Talk Rückblick „Crossmediales Publizieren mit InDesign und WordPress“

WordPress als Datenbasis nutzen und Daten via Export zu InDesign/Printprodukt veredeln, das sind neue, interessante Möglichkeiten, um diese beiden Programme noch besser für den Publishing-Prozess anzuwenden. Das Internet und dessen Werkzeuge können gezielt für weitere Dienstleistungen, Potenziale/Chancen genutzt werden, da das Medium Internet im Betrieb bereits besteht oder meist ohnehin Teil der Marketing-Strategie ist. Das Thema „Online-First“ wird immer mehr zu einer „Kanal-Strategie“ und kann für Dienstleister in der Medienproduktion als Chance für zusätzliche, crossmediale Produkte genutzt werden.

Publishing-Talk?!
Dies ist ein spannendes und vor allem aktuelles Thema, welches der erste Publishing-Talk des Fachverbandes publishingNETWORK am Donnerstag, 18. Februar 2016 im Restaurant Veranda in Bern zum Wissensaustausch vorstellte. Der Publishing-Talk bietet in einem ungezwungenen Ambiente den Austausch über technisch aktuelle Themen zwischen Fachleuten. Hierbei handelt es sich um eine offene, technische Plattform. Eine gute Vernetzung schafft die Grundlage, vorhandenes Wissen mit neuen Kompetenzen zu erweitern oder untereinander zu verknüpfen.

Datenmanagement – Heike Burch und Daniel Baron’s Projekt
Das Projekt, welches Heike Burch und Daniel Baron zeigten, hatte seinen Ursprung bei einer Datenzusammenführung aus einer Excel-Datei für eine Rezeptsammlung. Mit immer neuen Rezepten wurde die Excel-Datenbank von Heike Burch immer unübersichtlicher (mehr Zutaten hiess beispielsweise mehr Spalten einfügen) und die Datenhaltung auf der zugehörigen Webseite – sowie bei der InDesign-Daten für die Printausgabe – immer komplexer und Änderungen mussten mehrfach gemacht werden, das war nicht ideal.

Nachdem Daniel Baron auf der PUBKON im letzten Jahr über seine Fortschritte mit dem Daten-Export aus WordPress heraus in ein XML-Dokument berichtete, wurde Heike Burch hellhörig: Man konnte Daten aus WordPress auslesen, in InDesign einfügen und weiterbearbeiten? Grund genug, den Freelancer aus dem Projekt „Für Freunde“…>> zu konfrontieren.

Daniel Baron empfahl das bestehende Plugin „WordPress Ultimate Recipe“ zu verwenden, das die Rezepte darstellen kann. Er setzte sich daraufhin an die Analyse des Plugins und fand heraus, wie beispielsweise die Zutaten im WordPress-System gespeichert wurden. Daraufhin konnte er die bestehende Excel-Tabelle von Heike Burch verwenden und die Rezepte importieren. Ein kleines Detail, das schnell nachgetragen wurde, war die manuelle Rezeptnummerierung von Heike Burch, die ihre Rezepte mit einer eigenen Nummerierung versehen hat. Auch dafür entwickelten sie kurzerhand ein Plugin, das die Nummerierung anzeigen und bearbeiten konnte. WordPress wurde fortan als die zentrale Datenbank verwendet.

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Wie weiter: Von WordPress (automatisiert) ins InDesign
Für die Aufbereitung der Daten im InDesign benutzt Heike „porky“, eine InDesign-Erweiterung. porky stellt die Verbindung zu verschiedenen Datenquellen her – neben MySQL-Datenbanken und Web-Schnittstellen unter anderem auch dem Content Management System WordPress. Dabei geht im Layout keinerlei Flexibilität verloren, sodass dieses in jedem Schritt noch manuell angepasst werden kann, sofern das erwünscht und benötigt wird oder es kann direkt als PDF exportiert werden.

Ihr InDesign-Template hatte Heike Burch so weit mit Layout- und „ersetzten“-Befehlen vorbereitet, dass eine Nachbearbeitung nach dem Export kaum mehr nötig ist.

Die Feststellung von Heike Burch: Eigentlich ist Kochen gar nicht so viel anders als Programmieren oder das Entwickeln von Workflows: Auch hier brauchen wir die richtigen Zutaten – in dem Fall sind das WordPress-Plugins und InDesign-Skripte, die Geduld, um das Projekt umzusetzen und die Nerven, wenn man feststellt, dass im letzten Schritt doch noch ein Denkfehler drin ist und man mehr oder weniger von vorn anfängt, um den Fehler auszubügeln.

Kochkarten und Rezepte für Freunde…>>

MOLIRI. Heike KochInDesign Seminare, Gestaltung, Wissen, Kompetenz…>>
Barooney – Daniel Baron – Web und Informatik Projekte…>>

Case aus der Praxis
Im Anschluss an die ersten Fragen aus dem Publikum stellte Michel Gross, Projektleiter bei cubetech GmbH, einer Berner WordPress Webagentur für digitale Kommunikation, einen praktischen Case vor, den sie für Rub Media AG erstellt haben: Aus dem Fachportal Schweizer Lebensmittelwirtschaft…>> können bestehende Daten im WordPress mit einer XML-Transformation an ein InDesign-Template übergeben werden. Dabei sind wichtige Elemente wie Titel, Lead, Zitate und Bilder soweit im XML eingebunden, das sie durch Drag and Drop im InDesign-Template platziert werden können. Die Schnittstelle aus dem Content Management System (WordPress) ins Layout-Programm (InDesign) wird es in Zukunft ermöglichen, Beiträge noch rascher aus dem tagesaktuellen Onlinemedium in die gedruckte Form zu bringen – ohne die Nachteile der doppelten Datenhaltung und des Medienbruchs. Im Anschluss diskutierte auch der Geschäftsführer der cubetech GmbH, Christoph Ackermann, mit den Teilnehmern über die Möglichkeiten dieser Lösung.

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Networking und Ausklang
Im Anschluss an die Referate konnten sich die Teilnehmer am Apéro-Buffet den Köstlichkeiten des Restaurants Veranda und dem Networking widmen. Dabei standen feine Häppchen, edle Weine sowie Bier und Wasser/Orangensaft genügend zur Verfügung. An den verschieden Stehtischen wurde intensiv über das Thema gesprochen und verschiedene Argumente ausgetauscht – wie z. B. über die Bilder-Verwaltung und die Umkehr-Funktion, Daten von InDesign ins WordPress zu importieren.

Publishing-Talk ist ein spannendes, neues Format von publishingNETWORK das mit weiteren Veranstaltungen in diesem Rahmen eine Fortsetzung finden wird.

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